Sozial, sicher & bezahlbar – mein Berlin-Mitte

Frau Högl, was macht Mitte für Sie aus?

Die ganz verschiedenen Kieze. Mitte ist für mich Vielfalt und gleichzeitig Veränderung. Bunte Kreativität und Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft.

Was möchten Sie für Mitte im Bundestag bewirken?

Drei Themen sind mir besonders wichtig. Daran arbeite ich auch schon, seitdem ich im Bundestag bin und den Wahlkreis vertrete. Das erste ist der soziale Zusammenhalt, der ist in Mitte besonders wichtig. Gute Nachbarschaft, egal woher jemand kommt, ob alt eingesessen oder neu zugezogen, Mann oder Frau, älter oder jünger. Diesen Zusammenhalt möchte ich stärken, zum Beispiel durch die Weiterentwicklung der Kieze, die im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ vom Bund mit viel Geld gefördert wird. Aus diesem Programm finanzieren wir Nachbarschaftshäuser wie das Stadtschloss Moabit, das Sprengelhaus oder das Kreativhaus Fischerinsel.

Das zweite ist die öffentliche Sicherheit. Menschen sollen sich überall sicher fühlen, in ihrer Wohnung und an öffentlichen Orten.

Drittens, und das war wirklich mein Schwerpunkt in der letzten Legislaturperiode: Miete und bezahlbares Wohnen.

Wir hatten im Koalitionsvertrag fest vereinbart, dass wir den Mietspiegel verändern, und zwar, indem wir einen längeren Zeitraum einbeziehen, ihn auf eine rechtssichere Grundlage stellen, und dafür sorgen, dass er in ganz Deutschland nach einheitlichen Kriterien berechnet wird. Das ist an der Union gescheitert, das bedaure ich sehr. Da müssen wir nachjustieren, wie auch bei Modernisierung von Wohnraum und der Mietpreisbremse.

Besonders beschäftigt mich auch das Thema Miete für soziale Träger und Gewerbe, die müssen einen größeren Schutz bekommen. Wir hatten gerade in Moabit einem Fall mit dem Träger Zwiebel, der sich um Menschen mit psychischen Problemen kümmert. Und in Mitte mit dem Obdachlosenhilfsverein Klik, und der Inselgalerie, für die ich mich auch sehr engagiert habe. Es ist unsere Aufgabe, Menschen in Not zu helfen. Wir können uns eine weitere Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich, Krank und Gesund als Stadt nicht leisten. Dafür stehe ich ein. Natürlich kosten diese Auseinandersetzungen sehr viel Kraft. Es ist mir wichtig, dass wir soziale Arbeit in Mitte erhalten.

Was sind Ihre Lieblingsorte im Bezirk?

Eigentlich habe ich tausende, aber ich kann drei davon exemplarisch nennen: Einer ist das Kombibad Seestraße in Wedding. Es ist einfach herrlich, da seine Mittagspause zu verbringen, 1000 Meter zu schwimmen und sich dabei fit zu halten für die Arbeit im Bundestag und für den Wahlkampf. Alt und Jung kommen dort zusammen, es ist immer belebt und es gibt ein schönes 50-Meter-Becken.

Der zweite Ort ist die Markthalle in Moabit, da bin ich regelmäßig. Ich mag, dass sie keine schicki-micki-Markthalle ist, sondern die Nachbarinnen und Nachbarn dorthin kommen und es für jeden Geschmack etwas im Angebot gibt: vom Mettbrötchen bis zum Flammkuchen.

Und drittens der Weinbergspark an der Brunnenstraße. Der war noch vor einigen Jahren ein Drogenumschlagplatz und gar nicht schön, ist dann aber in einer konzertierten Aktion von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Polizei und BVV wieder zu einem schönen Ort für alle geworden, wo auch im Winter Familien zum Rodeln herkommen.

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