Straßenumbenennung im Afrikanischen Viertel

In der Sitzung am 19. April hat die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte entschieden, dass nach jahrelanger Diskussion mit den Anwohner*innen, den NGOs und Interessierten vor Ort drei Straßen im Afrikanischen Viertel umbenannt werden.

Endlich werden im Weddinger Straßenbild keine Kolonialverbrecher mehr geehrt und die Widerstandskämpfer*innen gegen den Deutschen Kolonialismus erhalten einen sichtbaren Platz im Lern- und Gedenkort Afrikanisches Viertel. Ein toller Erfolg für die SPD, die sich seit vielen Jahren für eine Umbenennung stark macht.

In Zukunft wird die Lüderitzstraße nach Cornelius Frederiks, dem Anführer des Nama-Widerstandes im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, benannt. Der Nachtigalplatz wird nach der Familie Bell heißen, die sich gegen die deutschen Herrscher im heutigen Kamerun auflehnten. Die Petersallee wird geteilt und von der Müllerstraße bis zum heutigen Nachtigalplatz in Anna-Mugunda-Allee umbenannt. Anna Mugunda war Herero und die erste Frau in der Unabhängigkeitsbewegung Namibias. Ab dem Nachtigalplatz bis zur Windhuker Straße wird die Petersallee Maji-Maji-Allee heißen. Benannt nach dem Maji-Maji-Aufstand bei dem sich 1905 die Bevölkerung im Süden der Kolonie Deutsch-Ostafrikas, dem heutigen Tansania, gegen die deutschen Besatzer auflehnten.

Ich freue mich sehr über diese wichtige Entscheidung!

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