100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 12. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Deutschland eingeführt. Heute vor 100 Jahren. Das war ein Meilenstein in der Geschichte der Gleichstellung von Frauen und Männern – und ein Grund heute zu feiern.

Doch: Die Geschichte der Gleichstellung ist keineswegs auserzählt. Heute sind im Bundestag gerade einmal 31 Prozent der Abgeordneten weiblich - so wenige wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Das ist einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts unwürdig.

100 Jahren nach Einführung des Frauenwahlrechts müssen wir die Geschichte der Gleichstellung fortschreiben - und das Wahlrecht weiterentwickeln. Wir müssen die gleichberechtigte Wahl von Frauen in die Parlamente gewährleisten. Deswegen setze ich mich für ein Paritätsgesetz ein.

Wir müssen heute leider erkennen: Nichts ist für die Ewigkeit – weder Frauenrechte, Gleichstellung, noch sonstige soziale Errungenschaften. Unsere Demokratie muss daher stärker gelebt und verteidigt werden – jeden Tag, vor Ort und in den Parlamenten. Nur so wird es uns gelingen, auch in Zukunft weitere wichtige Schritte zu einer modernen, vielfältigen und gerechten Gesellschaft zu unternehmen – wie dies vor 100 Jahren mit der Einführung des Frauenwahlrechts gelungen ist.

Deswegen engagiere ich mich für verbindliche Vorgaben zur Herstellung von Geschlechterparität im Wahlrecht. Frankreich zeigt, wie das gehen kann: Dort haben gesetzliche Vorgaben zur Parität zu einer spürbaren Erhöhung des Frauenanteils in den Parlamenten geführt. Das wünsche ich mir auch für Deutschland.

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