"Mit einer Delegation der Kontaktgruppe Deutschland der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments diskutierten Wolfgang Thierse (Vizepräsident des Deutschen Bundestags) und ich am 23. März über die Krise des internationalen Finanzsystems und ihre Folgen.

Das Treffen, das von der deutsch-niederländischen Parlamentariergruppe organisiert wurde, nutzten wir zudem, um uns über die Beziehungen der beiden Länder auszutauschen. Da ich als Studentin selbst in den Niederlanden gelebt habe, liegt mir sehr viel an einem guten Verhältnis zu unserem westlichen Nachbarn."

Für Europa: stark und sozial!

Die Europäische Union ist eine Erfolgsgeschichte. Europa sichert uns seit über 60 Jahren Frieden, Wohlstand und soziale Sicherheit. Wir in Berlin wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig Frieden und Sicherheit sind.

Heute können wir ungehindert von Polen nach Italien reisen, in allen Mitgliedstaaten leben und arbeiten und die Vielfalt Europas genießen. Der europäische Binnenmarkt sichert der Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen und fairen Wettbewerb. Dies schafft und sichert in Deutschland Arbeitsplätze. Der Euro hat sich als stabile Währung herausgestellt, die auf den internationalen Finanzmärkten Vertrauen genießt. Gerade jetzt in der Krise zeigt sich, wie wichtig der Euro für uns ist.

Europa sorgt für Beschäftigung, sozialen Schutz und sozialen Zusammenhalt. Beispiele hierfür sind die Arbeitszeitrichtlinie, die eine Höchstwochenarbeitszeit von 48 Stunden vorsieht, die Leiharbeitsrichtlinie, die erstmals Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern und -arbeitnehmerinnen festlegt, die Regelungen über Europäische Betriebsräte, die die Mitbestimmung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sichert, und der Europäische Sozialfonds, mit dem Bildung und Beschäftigung in den Mitgliedstaaten gefördert wird.

Aber die letzten Jahre haben auch gezeigt, dass die Balance zwischen wirtschaftlichen Freiheiten und sozialer Gerechtigkeit in Europa verschoben ist. Deshalb müssen wir jetzt die Weichen für die Zukunft Europas richtig stellen – für ein soziales Europa!


Wir brauchen ein starkes und soziales Europa


Gute Arbeit, gerechte Löhne und soziale Sicherheit – dafür muss Europa stehen. Deshalb nehmen wir unsere europäischen Nachbarn zum Vorbild und werden auch in Deutschland gesetzliche Mindestlöhne einführen. Außerdem fordern wir eine bessere Kontrolle der Finanzmärkte und einen fairen Wettbewerb ohne Steueroasen und Lohndumping. Wirtschaftliches Wachstum und soziale Gerechtigkeit schließen sich nicht aus. Vielmehr bedingen sie sich und können sich gegenseitig stärken.

Für mich ist gerechte Politik die Verbindung von wirtschaftlichen Freiheiten mit sozialen Standards innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft.


Ja zum Vertrag von Lissabon

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unterstützen und befürworten den Vertrag von Lissabon. Er macht Europa sozial und demokratischer. Er steht für Handlungsfähigkeit, Mitbestimmung, Effizienz und Bürgernähe. Und das Europäische Parlament als Vertretung der Bürgerinnen und Bürger wird deutlich gestärkt.


Europa in Berlin-Mitte

Wir engagieren uns in Europa – Europa engagiert sich aber ebenso in den Mitgliedstaaten, auch hier in Berlin-Mitte. Es hilft mit seinen Sozialfondsmitteln den Menschen bei der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und trägt zur Verbesserung ihrer Berufsaussichten bei. Viele soziale Projekte und gute Ideen konnten wir hier in Berlin nur mit der Unterstützung aus Europa verwirklichen. Beispiele aus meinem Wahlkreis Berlin-Mitte wie die Erneuerung des Naturkundemuseums oder das mit dem „Bürgerpreis 2008“ ausgezeichnete Projekt SPRACHSTUBE DEUTSCH® im Quartiersmanagement-Gebiet Soldiner Straße zeugen vom Engagement der Europäischen Union. Daneben gibt es in unserem Bezirk sechs weitere erfolgreiche Quartiersmanagements, die von der Europäischen Union gefördert werden.

Berlin erhält in den Jahren 2007 bis 2013 insgesamt 1,2 Milliarden Euro für solche tollen Projekte aus Brüssel.


Europa wächst enger zusammen, und das ist gut so! Die Bürgerinnen und Bürger profitieren von Europa, auch in Berlin-Mitte.























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